Förderverein Museums-Schnellboot e.V.

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Wir über uns Das Museums-Boot "S71 Gepard"

 

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Das Boot "S71 Gepard" befindet sich im Museum

Taufe: 25.09.1981
Bauwerft: Lürssen
Taufpatin: Frau Ursula Bethge
Taufredner: VAdm. Bethge (Insp. Marine)
Indienststellung: 07.12.1982
Kennung: P 6121
Rufzeichen: DRCE
Patenstadt: Röthenbach a.d.Pegnitz
Außer Dienst: 12.12.2014

Kiellegung "S 71" im Sommer 1979 - Foto: Aus Marine 9/79

Artikel aus der Marine 9/79 

Umsetzen "S71 Gepard" von der Bau-Halle in die Endfertigungs-Halle

Transport des "S71 Gepard"über die Weser in die Endfertigungs-Halle

"S71 Gepard" auf dem Slip klar zur Taufe - Bild: Archiv Hans Frank

"S71 Gepard" in seinem Element - Bild: Archiv Hans Frank

Die Taufpatin, Frau Ursula Bethge - Bild: Archiv Hans Frank

"S 71" im Juli 1982 ohne MM38 und ohne RAM - Bild: Archiv Förderverein

"S71 Gepard" im Mittelmeer - Bild: PIZ Marine

 "S71 Gepard" auslaufend Warnemünde zur letzten Familienfahrt - Bild: T. Kunzmann

Boot der "Gepard"-Klasse in rauher See - Bild: PIZ Marine

 "S71 Gepard" beim FK-Schuss in der Biscaya - Bild: Archiv Jürgen Kreth

 

Faltblatt der Deutschen Marine herausgegeben vom PIZ Marine

Schnellboot "S71 Gepard" ist das Typboot der Klasse 143 A, der letzten noch im Dienst der Deutschen Marine befindlichen Klasse von Schnellbooten.

Weitere Eckdaten

25.09.1981 Stapellauf bei der Fr. Lürssenwerft, Lemwerder
07.12.1982 Indienststellung und Unterstellung 7. SGschw., Kiel
Dez. 1995 Verlegung in den neuen Heimathafen Warnemünde
12.12.2014 Außerdienststellung und Aussonderung
11.10.2015 Einlaufen Wilhelmshaven im Schlepp der "Fehmarn"
01.04.2016 Abgabe an Deutsches Marinemuseum,Wilhelmshaven
??.05.2016 Verlegung vom MArs Wilhelmshaven in das DMM
18.06.2016 Zugang für die Museumsbesucher

 

Der Förderverein Museums-Schnellboot e.V. hat sich seit 1999 für den Erhalt eines Schnellbootes aus westdeutscher Fertigung in einem Museum an der deutschen Küste eingesetzt.

Zunächst bestand die Absicht, das Schnellboot "Kranich" (P 6083), das zu dem Zeitpunkt im Deutschen Schifffahrtsmuseum Bremerhaven lag, in die pflegerische Obhut des als Förderverein Schnellboot "Kranich" von 13 ehemaligen Besatzungsmitgliedern gegründeten Vereins zu nehmen.

Wegen verschiedener Gründe kam es nicht zu einer entsprechenden Zusammenarbeit zwischen dem Verein und dem Museum.
Das Boot geriet in einen Zustand, der es vielerorts als zweifelhaft erschien, dass es noch zu retten sei. 2008 wurde es in Dänemark abgewrackt.

Inzwischen bemühte sich der mitlerweile umbenannte Förderverein Museums-Schnellboot e.V. um die Rückführung des Bootes "Seeadler" (P 6068) aus Griechenland, wo das Boot nach seiner Außerdienststellung durch die Bundesmarine am 30.07.1976 im Dienst der Hellenischen Marine stand. Nach Freigabe des Bootes durch die Hellenische Marine für das Deutsche Marinemuseum wurde durch den Germanischen Lloyd keine Schwimmfähigkietsbescheinigung ausgestellt, so dass der bereits für den Transport Piräus-Wilhelmshaven angeforderte Schwergutfrachter abbestellt werden musste.

Die Bemühungen um die Übernahme des außer Dienst gestellten S-Bootes der Klasse 143 "S62 Falke", das als Auflieger im Marinearsenalbetrieb Wilhelmshaven lag, wurden wegen des bereits weitgehend abgetakelten Zustandes des Bootes aufgegeben.

Jüngstes Faltblatt des Fördervereins Museums-Schnellboot e.V. 

Das Maskottchen des Bootes konnte den fatalen Rammstoß durch "S76 Frettchen" im Mittelmeer währende einer UNIFIL-Aktion im März 2007 auch nicht verhindern. Der Schaden an beiden Booten wurde im Mittelmeer notdürftig repariert. Die endgültige Reparatur erfolgte bei der Fr. Lürssen-Werft in Vegesack.

Maskottchen "S71 Gepard" - Foto: Archiv 7. SGschw

"S71 Gepard" nach der Ramming von "S76 Frettchen" - Bild: Archiv 7. SGschw

Schaden an der Stb-Seite des "S71 Gepard" - Bild: Archiv 7. SGschw

Bug des "S76 Frettchen" - Bild: Archiv 7. SGschw

Zusammen mit dem Deutschen Marinemuseum bemühte sich der Verein seither um ein Boot der Klasse 143 A, um damit ein Boot des in der Reihe der Großexponate des Museums noch nicht repräsentierten Typverbandes Schnellbootflottille zu bekommen.

2014 wurde das Deutsche Marinemuseum aufgefordert, den Bedarf für ein Boot der Klasse 143 A anzumelden. Anfang 2015 bekam das Museum die bindende Zusage, dass es das Boot "S71 Gepard", das Typboot der Klasse 143 A, erhalten wird.

Sechs Vorstandsmitglieder als Vertreter des Fördervereins Museums-Schnellboot e.V. nahmen bereits an der Außerdienststellung des Bootes am 12.12.2014 in Warnemünde teil.  

"S71 Gepard" und "S78 Ozelot" am Liegeplatz M in Warnemünde 12.12.2014 - Bild: V. Groth

Kommandeur 7. SGschw bei der Außerdienststellung - Bild: V. Groth

Umgehend wurden die ersten Maßnahmen für die Eingliederung des Bootes in die Reihe der Großexponate im Außenbereich des Museums am Wilhelmshavener Südstrand ergriffen. Statik und Bauantrag für den Umbau des vorgesehenen Liegeplatzes wurden erstellt. Eine vorläufige Werftliste wurde an die Neue Jadewerft gegeben mit der Bitte um einen Kostenvoransschlag für die Arbeiten zum Museumsreifmachen des Bootes. Der Finanzbedarf wurde ermittelt und die Finanzierungsmöglichkeit untersucht. Das Deutsche Marinemuseum und der Förderverein Museums-Schnellboot e.V. bemühten sich gemeinsam um die Anwerbung von Spendern und Sponsoren. 

Der Förderverein hat einen großen Teil seines Vereinsbarvermögens dem Museum für die Finanzierung zur Verfügung gestellt und die Patenschaft für die Pflege des Bootes übernommen.

Faltblatt des Deutschen Marinemuseums

Der geplante Liegeplatz des Bootes im DMM

Abteilung III des Bootes - unsere Vereinsräume in spe

In der gegenwärtigen Phase des Projektes "Schnellboot Gepard für das DMM" wird davon ausgegangen, dass das Museumsboot nach erfolgter Demilitarisierung und Museumsreifmachen Ende des ersten Quartals 2016 im Museumshaven für die Öffentlichkeit freigegeben werden kann. Dann wird es genau 100 Jahre her sein, dass der erste Vorläufer für die heutigen Schnellboote, das "LM 1" der Kaiserlichen Marine, in Dienst gestellt  wurde.

Der Rundgang über das Boot wird dann durch die in der Projektskizze grün eingefärbten Bereiche führen und einen Einblick in die cyan eingefärbten Bereiche gewähren.

Achterdeck mit MM38-Startgeräten - Foto: Volker Groth

Achterdeck mit RAM-Launcher - Foto: Volker Groth

Das Innere einer Stargerätzelle mit einem Flugkörper MM 38 wird über ein Plexiglas-Fenster zu sehen sein.

Start-Container MM 38 in der Kaserne Hohe Düne - Foto: Volker Groth

Vorderer Längsgang - Foto: Hans-J. Friedrich

Kombüse - Foto: Hans-J. Friedrich

Kommandanten-Kammer - Foto: Hans-J. Friedrich

Brücke S 143 A - Fahrstand und Ruder - Foto: Hans-J. Friedrich

Brücke S 143 A - Kommandantenplatz - Foto: Hans-J. Friedrich

Offene Brücke S 143 A  - Foto: Rainer Kompa

Schiffssicherungsgefechtsstand - Foto: Ulrich Skrzypski

Navigations-Ecke - Foto: Volker Groth

Motorenraum - Foto: Ulrich Skrzypski

E-Diesel und Schalttafel - Foto: Ulrich Skrzypski

Operationszentrale - Foto: Hans-J. Friedrich

Artillerie-Kommando-Gerät - Foto: Ulrich Skrzypski

Wohndeck - Foto: Hans-J. Friedrich

Geschütz OTO Melara 76 mm - Foto: Ulrich Skrzypski

Der Rundgang gibt einen Überblick über die Antriebs- und Schiffsbetriebstechnik, über die Waffentechnik, über die Befehlsstände sowie über die Wohnbereiche der Besatzung.

"S71 Gepard" verlässt Warnemünde im Schlepp der "Fehmarn" - Bild: Bild: Web Cam 3 des Hotel Hübner

"S71 Gepard" hat sich in der aufgwühlten See im Kattegat losgerissen - Bild: Bundeswehr Roland Ganzer

 

"S71 Gepard" hat in der 4. Einfahrt festgemacht - Bild: Kalle Scheuch

S-Boot "S71 Gepard" am 09.12.15 im MArs Wilhelmshaven - Bild: K. Scheuch

 

Die Ahnenreihe des Museums-Bootes

LM-Boot der Kaiserlichen Marine (ab 1916)

"S 1" der Reichsmarine - S-Boot Typ "S 1"  (ab 1930)

"S 10" der Reichsmarine und Kriegsmarine -S-Boot Typ "S 7" (ab 1935)

"S 204" der Kriegsmarine - S-Boot Typ 100 (ab 1943)

"S 701" der Kriegsmarine - S-Boot Typ 700 (ab 1944)

S-"Kranich" der Bundesmarine - S-Boot Klasse 140 (ab 1957)

S-"Puma" der Bundesmarine - S-Boot Klasse 142 mod (ab 1961 bzw. 1972)

"S41 Tiger" der Bundesmarine und Deutschen Marine - S-Boot Klasse 148 (ab 1972)

"S62 Falke" der Bundesmarine und Deutschen Marine - S-Boot Klasse 143 (ab 1976)

Alle Ahnen des "S71 Gepard" und noch viele andere S-Boote aus sechs deutschen Marinen sind als Modelle in der Dauerausstellung "100 Jahre Schnellboote in deutschen Marinen" zu sehen.

"S71 Gepard" im Dock des MArs Wilhelmshaven - Foto: Kalle Scheuch

Propeller und zwei Wellen demontiert - Foto: Kalle Scheuch

Nach erfolgtem Pönex 2016 an der Südkaje des MArs - Foto: Förderverein

Während des Pönex am Museumsboot "S71 Gepard" 2016 wurden auch die beiden für das Boot vorgesehenen Minen entrostet und gepönt. Sie wurden am 09.06.2016  auf den Minenschienen (Fotos Hergen Hennings) auf dem Achterdeck aufgestellt. 

Ankertaumine nach Pönex 2016  Grundmine nach Pönex 2016
Ankertaumine und Grundmine auf den Minenschienen des Bootes - Foto: Kalle Scheuch

Da die Startbehälter für die MM38 noch nicht fertig waren wurde das Verholen des Bootes in das Marinemuseum auf den 14.06. verschoben. Die Behälter wurden am 10.06. an Bord gestellt und sollen am 13.06. verkabelt werden.

Der Startbehälter mit dem MM 38 Flugkörper schwebt ein - Foto: Kalle Scheuch

Jetzt fehlt nur noch das RAM-Startgerät - Foto: Kalle Scheuch

Schleppzug vom MArs zum DMM - Foto: Bernd Rahlf

Drehen vor der K.W.-Brücke - Foto: Bernd Rahlf

"S71 Gepard" an der engsten Stelle zwischen "Mölders" und Land - Foto: Bernd Rahlf

"S71 Gepard" an seinem Liegeplatz im DMM - Foto: Frands Frandsen

"S71 Gepard" aus der Luft - Foto: Frank Zingler

Begrüßung der Gäste durch KAdm a.D. Hoch - Foto: Frands Frandsen

Schild der ehemaligen Patenstadt Röthenbach an der Pegnitz - Foto: U. Skrzypski

"S71 Gepard" im DMM - Foto: Kalle Scheuch

DMM aus der Luft bei Google Maps

Startgerät mit Seeziel-FK MM 38 - Foto: Nikolaus Sifferlinger

Mehrladeeinrichtung für OTO Melara 76mm-Geschütz - Foto: Nikolaus Sifferlinger

"S71 Gepard" mit Unterscheidungssignal - Foto: Kalle Scheuch

Am 18.06.2016 wurde das Boot im Deutschen Marinemuseum in einer Feierstunde als neuestes Großexponat eingeweiht.

Einlaufbier für Museumsboot "S71 Gepard"

 

Waffensysteme des "S71 Gepard"

Der Förderverein Museums-Schnellboot hat in Abteilung III den Ausbau der Unterkunfts-Räume begonnen. Im ehemaligen U-Deck an Bb ist der Ausbau so weit fortgeschritten, dass hier schon die erste Vorstandssitzung stattgefunden hat. 

Zwei Wände weisen bereits Erinnerungsstücke an das 7. SGschw auf - Bilder: K. Scheuch

An den zwei bereits dekorierten Wänden befinden sich die Wappen des 7. SGschw sowie der Boote der Klasse 143 A. Es fehlt das Wappen des Bootes "S79 Wiesel". Ganz links an der Außenwand befindet sich das Bild von "S80 Hyäne" mit den Ersttagsstempeln, das uns von Herrn Hermann Juilfs zugegangen ist. Auf dem Rückenpolster stehen ein Stück des Decks von "S71 Gepard", das nach der Havarie vor dem Libanon ausgeschnitten wurde und uns von unserem Kameraden Henrik Gärtner zugesandt wurde, und ein auf einer Metallplatte dargestellter Plan von "S71 Gepard" hergestellt von unserem Kameraden Hergen Hennings.

Auf der Wand nach vorn befinden sich die Ersttagsbriefe von den Stapelläufen aller 10 Boote des 7. SGschw, die uns von Herrn Wolfgang Kosok geschickt wurden, sowie ein Bild vom Typ "S 142 mod" aus dem Vereinsarchiv. 

Über den geeigneten Ort für die Anbringung des von unserem Kameraden Andreas Zwoll stammenden Wandtellers "Marinekameradschaft S71 Gepard", Röthenbach, ist noch nicht entschieden worden.

Inzwischen hat unser Kamerad Wolfgang Sablowski das Wappen von "S79 Wiesel" ersteigern können. Es wird demnächst in die Reihe der Wappen eingegliedert.

 

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