Förderverein Museums-Schnellboot e.V.

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Wir über uns Dauerausstellung des Fördervereins Museums-Schnellboot e. V.

 

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Virtueller Rundgang durch die Dauerausstellung

 

Die in Zusammenarbeit zwischen Förderverein Museums-Schnellboot e.V. und Deutschen Marinemuseum konzipierte und im DEutschen Marinemuseum, Wilhelmshaven, in der Marineoperationsschule, Bremerhaven, in der Marineschule Mürwik, Flensburg und im Bundsamt für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr, Koblenz, gezeigte Wanderausstellung war von März 2014 bis Mai 2018 als Dauerausstellung in das Obergeschoss der Firma Thales Electronic Systems GmbH am Südstrand in Wilhelmshaven eingezogen. Nach Kündigung wegen Eigenbedarfs befindet sich die Daueraussstellulng nun in den Uffz-Unterkünften im Vorschiff des Museums-Schiffes "Mölders".

Im Folgenden soll ein virtueller Rundgang durch die Ausstellung einen Eindruck vermitteln, der aber das Erlebnis einer realen Führung durch die Ausstellung nicht ersetzen kann.

Die Dauerausstellung zeigt in 32 Schautafeln und derzeit 30 Modellen die Geschichte, die technischen Entwicklungen und die Einsatzgebiete der deutschen Schnellboote. Sechs Kurzbeschreibungen skizzieren Persönlichkeiten der Schnellbootwaffe in sechs deutschen Marinen von der Kaiserlichen Marine über Reichsmarine und Kriegsmarine hin zur Bundesmarine und zur Volksmarine und letztlich der Deutschen Marine, wie sie seit der deutschen Wiedervereinigung heißt.

Zum Schutz der Nertzarbeitsboote an der Küste von Flandern forderte die Kaiserliche Marine kleine schnelle motorgetriebene Boote mit einem Torpedorohr und einem MG. Aufgrund der Erfahrungen mit zivielen Motorbootbauten erhielt die Lürssen-Werft in Lemwerden den Bauauftrag. Da keine geeigneten Bootsmotoren zur Verfügung standen, wurden Luftschiffmotoren ausgewählt. 

Fotos: K. Scheuch

Vorn "LM 5" der Kaiserlichen Marine dahinter Dampfbarkasse "Irene"

Aus der Zeit der Kaiserlichen Marine wird ein Versuchsboot mit einem 45 cm-Torpedorohr, die Torpedo-Dampfbarkasse "Irene", und das "Luftschiffmotorboot" (LM-Boot 5) als Modelle, eine Schautafel "Schnellbootvorläufer in der Kaiserlichen Marine" und als Persönlichkeitssteckbrief "Alfred von Tirpitz", Förderer der Torpedowaffe, gezeigt. 

Tafeln "Schnellboot-Vorläufer" und "Admiral von Tirpitz" 

Aus der Zeit der Reichsmarine werden derzeit ein Modell des S-Bootes "S 1" und ein Modell des 'Bootes "S 10" gezeigt. Außerdem werden die Schautafeln "Die technische Entwicklung des Schnellboots nach 1919", "Die Organsisation der Schnellboote in der Reichsmarine" sowie als Steckbrief "Walter Lohmann" zur Darstellung gebracht.

Modell "S 1" der Reichs- und der Kriegsmarine

Tafel "Walter Lohmann"

Tafel "Organisation der S-Boote in der Reichsmarine"

Kapitän zur See Lohmann forcierte den Schnellbootbau und die Ausbildung von geeignetem Personal über verschiedene Scheinfirmen.

Als Dauerleihgabe von Herrn Andreas Engel kam 2017 ein Modell des Bootes "S 10" neu in die Ausstellung. Auf die Modelle "S 2" und "S 6" haben wir verzichtet, da sie dem Modell "S 1" sehr ähnlich sind.

Modell "S 10"

Modell "S 10" und Tafel "Die technische Entwicklung der Schnellbote nach dem 1. Weltkrieg"

Aus der Zeit der Kriegsmarine werden derzeit die Modelle der S-Boote "S 30", "S 83" (Typ S 38), "S 204" (Typ S 100). "S 513" (Typ MAS 500), "S 702" (Typ S 701),  "LS 2" und Versuchsboot "Typ 5 B" sowie die Schautafeln "Schnellbootbau vor und im Zweiten Weltkrieg", "Schnellboottechnik vor und im Zweiten Weltkrieg"  "Die Organisation der Schnellboote im Zweiten Weltkrieg", "Einsatzgebiet Norwegen", Einsatzgebiet Ärmelkanal", Einsatzgebiet Mittelmeer", "Einsatzgebiet Schwarzes Meer", "Einsatzgebiet Ostsee" und "Schnellboote im Zweiten Weltkrieg - Bilanz in Zahlen" sowie als Steckbrief "Rudolf Petersen" zur Darstellung gebracht. Auf ein Modell des "S 26" verzichten wir wegen der Ähnlichkeit mit "S 38". Ein Modell "S 151" ist derzeit bei einem befreundeten Modellbauer für uns als Dauerleihgabe in Arbeit.

Tafel "Schnellbootbau vor und im 2. Weltkrieg"

Tafel "Schnellboottechnik vor und im 2. Weltkrieg"

Tafeln "Organisation der S-Boote im 2. Weltkrieg", "Einsatzgebiet Norwegen", "Einsatzgebiet Ostsee" und "Einsatzgebiet Ärmelkanal", 

Tafeln "Einsatzgebiet Mittelmeer" und "Einsatzgebiet Schwarzes Meer"

"S 30" (Typ "S 30) ursprünglich für die Chinesische Marine gabaut - Fot: K. Scheuch

Modell "S 83" (Typ S 38) - Foto: K. Scheuch

Modelle "S 204" (Typ "S 100") - Foto: K. Scheuch

Modell "S 702" (Typ "S 701" der Kriegsmarine - Foto: K. Scheuch

Tafeln "Schnellboote im 2. Weltkrieg - Bilanz in Zahlen" und "Rudolf Petersen"

Versuchsboot "VS 5" der Kriegsmarine - Foto: K. Scheuch

Leichtschnellboot "LS 1" der Kriegsmarine - Foto: K. Scheuch

Modell "S 513" (ex It. MAS 500) - Foto: K. Scheuch

Ab 1956 wurde die Schnellbootwaffe der Bundesmarine aufgebaut. Aus dieser Ärea enthält die Ausstellung Modelle der S-Boot-Klassen 140 ("Jaguar"-Klasse"), 141 ("Seeadler"-Klasse), 142 ("Zobel"-Klasse), 142 mod. ("Nerz"-Klasse", 152 ("Nasty"-Klasse), 153 ("Pfeil"-Klasse), 148 ("Tiger"-Klasse), 143 ("Albatros"-Klasse) und 143A ("Gepard"-Klasse) sowie je ein Modell eines Tenders der Klasse 401 ("Rhein"-Klasse) und der Klasse 404 ("Elbe"-Klasse). Zum Standort der Modelle der Bundes-/Deutschen Marine und der Volksmarine befindet sich in dem langen Gang das Modell "S41 Tiger" von Herr Riehle gestiftet als Keimzelle unserer Sammlung und eine Puppe in der Ausstattung eines Torpedogasten auf den 140er Booten.

Keimzelle unserer Sammlung "S44 Marder" von Herrn Riehle - Foto: K. Scheuch

Torpedogast auf den "Jaguarbooten" im Gefechtsanzug - Foto: K. Scheuch

An Steuerbordseite des U-Decks befinden sich die Modelle der Boote der Schnellbootsgruppe Klose (BBFPS) und der Bundes-/Deutschen Marine. Lediglich die beiden Tendermodelle stehen an der Backbordseite, wie auch die Modelle der Schnellboote der Volksmarine.

Flagge der Seestreitkräfte der Deutschen Marine

Nach dem Zweiten Weltkrieg fuhren deutsche Besatzungen auf ehemals deutschen Booten unter englischer Hoheit unter dem White Ensign auf Schnellbooten als British Baltic Fishery Protection Service (BBFPS) und unter Flag Charlie auf  Minensuchern als German Minesweeping Administration (GEMSA) . Die Schiffe und Boote der Labour Service Unit (LSU) mit deutscher Besatzung fuhren unter der amerikanischen Flagge. Die BBFPS wurde auch "Verband Klose" nach ihrem Chef, Kptlt.a.D. Hans Helmut Klose, genannt. Unter dieser Bezeichnung fuhren zunächst zwei Boote, "S 130" und " S 208" der ehemaligen Kriegsmarine. 

Modell "S 208" in der BBFPS-Version - Foto: K. Scheuch

1951 erfolgte der Aufbau des Bundesgrenzschutz See (BGS) im Westen, während im Osten bereits 1950 die Seepolizei aufgebaut wurde. Die für den Bundesgrenzschutz See (BGS) in Bau befindlichen Boote "S 1" bis "S 3" wurden von den Briten konfisziert und schließlich in britischem Auftrag als "Wild Swan", "Silver Gull" und "Storm Gull" bei Lürssen fertig gestellt. Darauf gab der BGS drei weitere Boote bei Lürssen in Auftrag, von denen das dritte,"Seeschwalbe", erst für die Bundesmarine in Dienst gestellt wurde. Die drei Neubauten der BBFPS und die zwei Boote des BGS, wurden 1956 als "Möwe"-Klasse mit den Namen "Wildschwan", "Silbermöwe", "Sturmmöwe, "Eismöwe" und "Raubmöwe"an die neu entstandene Bundesmarine übergeben, die Neubauten erhielten später die Bezeichnung S-Boot Klasse 149. Die Royal Navy übergab auch die beiden Weltkriegsboote, "S 130" und "S 208", an die neue deutsche Bundesmarine. Diese beiden Boote wurden für die Unterwasserwaffenschule als "UW 10" und "UW 11" umgebaut.

Modell "UW 11" (ex "S 208") der Unterwasserwaffenschule - Foto: K. Scheuch

Ein Modell eines S-Bootes Klasse 149 ist derzeit für die Ausstellung im Bau befindlich. Diese Ära wird daher im Augenblick nur durch das Modell "UW 11" und durch zwei Schautafeln dargestellt, "Die Schnellbootgruppe Klose" und als Steckbrief "Hans-Helmut Klose", der auch für die Ära der Schnellboot in der Bundesmarine gilt.

 Die Ära der Schnellboote der Bundesmarine und der Deutschen Marine, die am 16.12.2016 mit der Außerdienststellung des 7. S-Geschwaders zu Ende ging,  wird in 8 Schautafeln beschrieben, "Schnellboote in der Bundesmarine und Deutschen Marine", "Die Schnellboot-Klasse 149", "Die Schnellbootklassen 140, 141 und 142", "Die Schnellbootklasse 148", "Die Schnellbootklassen 143 und 143A", "Die Tender der Schnellbootflottille", "Schnellboote im Auslandseinsatz" und "Vom Schnellboot zur Korvette". Zusätzlich sind fünf Dioramen aufgestellt, welche die S-Boots- Fahrformationen verdeutlichen. 

Tafeln "Schnellbootgruppe Klose", "Hans-Helmut Klose" und "Schnellboote in der Bundesmarine und Deutschen Marine"

Tafel "Die Schnellbootklassen 140, 141 und 142"

Modell S-"Kranich" Klasse 140 davor Kdt-Wimpel VAdm a.d. Geier - Klasse 140 der Bundesmarine

Platz für S-Boot Klasse 149 (Wildschwan) und Flottillenstander VAdm. a.D. Geier

Modell S-"Puma" - Klasse 142 der Bundesmarine - Foto: K. Scheuch

Modell S-"Nerz" - Klasse 142 mod der Bundesmarine - Foto: K. Scheuch

Kommandeursstander VAdm. a.D. Geier

Modell "S62 Falke" Klasse 143

Modell "S73 Hermelin" Klasse 143A

Modell "S41 Tiger" Klasse 148 und Tafel "S-Boote Klasse 148"

S 3 -Stander VAdm. a.D. Geier

Modell S-"Strahl" - Klasse 153 (Brave) der Bundesmarine

Modell S-"Hugin" - Klasse 152 (Nasty) der Bundesmarine

Modell Tender "Rhein" - Klasse 401 (Rhein) der Bundesmarine - Foto: A. Kasemir

Modell Tender "Elbe" - Tender Klasse 404

Tafel "Tender der SFltl"

Tafeln "Schnellboote im Auslandseinsatz" und "Vom Schnellboot zur Korvette"

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 Im Osten Deutschlands erfolgte bereits 1950 der Aufbau der paramilitärischen Seepolizei. Sie wurde zunächst in Volkspolizei See, dann in Seestreitkräfte der NVA und schließlich 1960 in Volksmarine umbenannt. Aus dieser Ära werden sechs Modelle der Projekte 183 (TSB "P 6"), 63.200 (LTS "Iltis"), 68.300 (LTS "Wiesel"),  131 (KTS "Libelle"), 205 (RS "OSA I") und 1241 RÄ (KRS "Tarantul") gezeigt. Es fehlt lediglich ein Modell von Projekt 206 /TSB "Shershen"). Daneben werden fünf Schautafeln "Die Torpedoschnellboote der Volksmarine", "Die Raketenschnellboote der Volksmarine", "Die Kleinen und Leichten Torpedoschnellboote der VM", "Die Organisation der Schnellboote in der Volksmarine" und als Steckbrief "Theodor Hoffmann" sowie ein Druck auf Leinwand von Diplom-Designer Eberhard Marx "Torpedoschnellboote Projekt 183 in Formation" - handsigniert von Adm. a.D. (VM) Theodor Hoffmann und VAdm. a.D. (VM) Hendrik Born.

Die in der Volksmarine üblichen Abkürzungen der Bootstypen sind wie folgt:

LTS Leichtes Torpedo-Schnellboot
KTS Kleines Torpedo-Schnellboot
TS Torpedo-Schnellboot
RS Raketen-Schnellboot
KRS Kleines Raketen-Schiff

Modell des LTS-Bootes Projekt 63.200 ("Iltis") un dBild mit Widmung

Modell des LTS-Bootes Projekt 68.300 ("Wiesel") und Bild mit Widmung

Modell des KTS-Bootes Projekt 131 ("Libelle" und Bild mit Widmung

Modell des TS-Bootes Projekt 183 ("P 6") und G2mälde "TS-Boote in Formation" mit Widmung

Modell des RS-Bootes Projekt 205 ("OSA I") und Tafel "Die Raketenschnellboote der Voldksmarine"

Modell des Kleinen Raketenschiffes Projekt 1241 RÄ ("Tarantul") und Bilder mit Widmung sowie Tafel "Organisation der Schnellboote in der Volksmarine"

Bild "Torpedo 53/56 W der Volksmarine"

Tafel "Die Torpedoschnellboote der Volksmarine"

Tafel "Theodor Hoffmann"

Verabschiedet aus dem U-Deck wird man durch eine Puppe in der Montur des Kommandanten eines Kleinen Torpeoschnellbootes (KTS Projekt 183; "Libelle") der ehemaligen Volksmarine.

Kommandant eines KTS der Volksmarine im Gefechtsanzug und Tafel "Dienstgrade der Volksmarine"

Tafeln "Dienstgrade", "Sonderlehrgänge", Wimpel der Volksmarine und Erinnerungstafel MK Bug

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Da die Dauerausstellung nun auf dem Museums-Schiff "Mölders" gezeigt wird, kann sie jetzt nach Absprache mit dem Vorsitzenden des Fördervereins Museums-Schnellboot e.V. an allen Tagen während der Öffnungszeiten des Museums in kleineren Gruppen besucht werden.

(04461) 71850

E-Mail

 

 

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