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S-Boote in der Kriegsmarine 1935 - 1945

Die Kriegschauplätze der S-Boote

 

Eismeer 1942

Der geplante Marsch der 8. SFltl nach Kirkenes konnte wegen schlechten Wetters erst am 03.01.1942 beginnen. Schlechtes Wetter verzögerte die Verlegung auch weiterhin; am 06.01.1942 erreichten die Boote Vardø, am 12.01.1942 Madsø. Geplante Vorstöße wurden durch schlechtes Wetter verhindert oder mussten frühzeitig abgebrochen werden. Bei Temperaturen von - 6 bis - 8o und starkem Seegang fielen die Waffen wegen Vereisung aus. Brückenbesatzungen und Boote litten schwer unter der Vereisung.

Erst am 27.01.1942 verlegte die Flottille nach Kirkenes, wo sie aber durch das Wetter im Hafen festgehalten wurden.

Boote der 8. SFltl bei Kirkenes - Foto: Archiv Erling Skjold

Boot der 8. SFltl und DS "Leuna" bei Kirkenes - Foto: Archiv Erling Skjold

Boot der 8. SFltl in Nordnorwegen 1942 in Tarnfarben - Foto: Archiv E. Skjold

Am 15.02.1942 erging die Weisung von der Skl, die 6. SFltl mit acht Booten und Begleitschiff "Tsingtau" für den Einsatz im Raum Lofoten - Narwik in Marsch zu setzen. Am 27.04.1942 erreichte die 6. SFltl (Kptlt. Obermaier) mit vier Booten den neuen Stützpunkt Svolvær. Im Mai war die Flottille aufgefüllt auf acht Boote - "S 69", "S 71", "S 73", "S 74", "S 75", "S 76", "S 113", "S 114".

Bei einer Kontrollfahrt zusammen mit "S 69" lief "S 113" am 18.05.1942 bei Måløy-Skarholmen vor dem Leinesfjord auf Grund und musste aKB gemeldet werden. "S 69" schleppte das Boot nach Svolvær, von wo aus es durch Fischereiboote nach Bodø und letztlich in die Werft in Trontheim geschleppt wurde, wo es bis Mitte Juli zur Reparatur lag. 

"S 113" in Trontheims Mekaniske Verksted Juni 1942 - Bild: Archiv Erling Skjold

Am 20.03.1942 sicherten "S 42", "S 44" und "S 46" von der 8. SFltl zusammen mit vier U-Jägern das Auslegen der Flankenminensperre "Bantos A" durch die Minenleger "Cobra" und "Brummer" vor Nordnorwegen.

6. SFltl auf dem Marsch vor Nordnorwegen 1942 - Foto: Archiv A. Hullmann

Das Wetter verhinderte im April, Mai und Juni 1942 alle Einsätze der 6. und 8. SFltl. Die Boote mussten untätig im Hafen bleiben, während an der Westfront nur sieben Boote KB gemeldet waren.

Anfang Juli wurden die Flottillen mehrfach in Alarmbereitschaft versetzt, die dann immer wieder aufgehoben wurde. Die 6. SFltl wurde einmal als Uboot-Sicherung für den Schweren Kreuzer "Lützow" (ex "Deutschland") eingesetzt, der sich zu dieser Zeit im Gebiet Narwik bei der Kampfgruppe II unter VAdm. Kumetz befand.

6. SFltl als Uboot-Sicherung für Schw. Kreuzer "Lützow" in Nordnorwegen 1942 - Foto: Archiv A. Hullmann

Schwerer Kreuzer "Lützow" in Nordnorwegen 1942 - Foto: Archiv A. Hullmann

Die 6. SFltl verlegte mit vier Booten und Begleitschiff "Tsingtau" in den Semskefjord, wo sie am 23.06.1942 eintraf, während die Boote "S69", "S 79" und "S 113" als Gruppe "Narwik" im Westfjord blieb. 

Flottillenwechsel im Semskefjord 1942 - Foto: Archiv Freundeskreis Schnellboote und Korvetten

Am 08.07.1942 wurde die 8. Flottille mit (getauschtem) Begleitschiff "Tsingtau" nach Kiel befohlen, wo sie am 12.07.1942 aufgelöst wurde. Die Boote gingen für sechs Wochen in die Werftüberholung und erhielten eine 40 mm-FlaK. Sie wurden danach auf andere Flottillen verteilt. 

Zwei Boote der 6. SFltl in Skjomen (Ofotfjord in der Nähe von Narwik) längsseits "Christian Radich", im Vordergrund MT "Kärnten" mit Ubooten U 408 und U 457 am 16.07.1942 - Foto: Archiv E. Skjold

Signäler "S 76" beim Signaldienst längseits "Christian Radich" - Foto: Archiv Freundeskreis Schnellboote und Korvetten

Am 26.07.1942 wurde auch die für den Kriegsschauplatz Nordmeer effektlose 6. SFltl aus Norwegen abberufen. Am 16.08.1942 lagen 5 Boote in der Werft in Rotterdam, "S 76" war aKB in Kiel und "S 69" und "S 113" waren auf dem Rückmarsch vom Semkefjord nach Deutschland. Alle Boote erhielten eine mehrwöchige Werftzeit und verlegten dann wieder an den Kanal.

Am 01.12.1942 wurde die 8. SFltl erneut aufgestellt. Sie sollte im Eismeer eingesetzt werden. Chef wurde Kptlt. Zymalkowski. Ihm wurden die Boote "S 44" (Lt.z.S. Quistorp), "S 64" (Kptlt. Wilcke), "S 66" (Lt.z.S. Schuur), "S 69" (Oblt.z.S. Ritter von Georg), "S 108" (Lt.z.S. Osterloh) und "S 118" (ObFhnr.z.S. Fanger) sowie das Begleitschiff "Carl Peters"  sowie als Regelstelle und Torpedolager der Dampfer "Hernøsand" unterstellt.

Durch schlechtes Wetter verzögert lief die Flottille am 16. und 17.12.1942 aus, blieb dann aber in Stavanger eingeweht. 

 

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